Hygienefallen im Haushalt werden oft unterschätzt

Kranke Frau (über Helpling)
Kranke Frau (über Helpling)

Viele Menschen vermuten die größten Hygienerisiken unterwegs – in Bussen, auf öffentlichen Toiletten oder beim Händeschütteln. Doch zahlreiche Keime finden sich ausgerechnet dort, wo wir uns sicher fühlen: zu Hause. Eine Übersicht lenkt den Blick auf typische Alltagsgegenstände, die beim Putzen häufig übersehen werden – und erklärt, wie sich das Risiko reduzieren lässt.

Fernbedienung, Türklinken, Tastatur

Oberflächen, die täglich von mehreren Personen berührt werden, gelten als besonders keimanfällig. Tastaturen können ein Vielfaches an Keimen im Vergleich zu Toilettensitzen aufweisen. Auf Fernbedienungen überleben Erkältungserreger bis zu 24 Stunden, manche Viren sogar deutlich länger. Regelmäßiges Abwischen – insbesondere bei Krankheitsfällen im Haushalt – senkt das Übertragungsrisiko.

Toilette: Nicht das Becken ist das Problem

Entgegen der verbreiteten Annahme zählt das Toilettenbecken durch seine glatte Keramik zu den hygienischeren Oberflächen im Haushalt. Kritischer ist die Spülung: Beim Betätigen können Keime als feine Tröpfchen in die Umgebung gelangen. Studien zeigen, dass sich diese Partikel über mehrere Meter verteilen können. Empfohlen wird, mit geschlossenem Deckel zu spülen und Zahnbürsten nicht in unmittelbarer Nähe aufzubewahren.

Handtücher als Keimdrehscheibe

Warme, feuchte Badezimmer bieten ideale Bedingungen für Bakterien. Handtücher nehmen Feuchtigkeit und Hautpartikel auf und sollten – je nach Nutzung – mindestens wöchentlich gewechselt werden. Wichtig ist zudem, sie vollständig trocknen zu lassen: Ausgebreitet an einer Leine statt zusammengeknüllt am Haken.

Teppiche: Unsichtbare Belastung

Teppiche sammeln Staub und Partikel aus der Raumluft – selbst bei regelmäßigem Staubsaugen. Untersuchungen weisen auf hohe Keimbelastungen hin, darunter Darmbakterien. Fachleute empfehlen, Schuhe in der Wohnung auszuziehen und Teppiche mindestens einmal jährlich nass zu reinigen oder professionell säubern zu lassen.

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